Konzeption

Durch unser Kinderhaus schaffen wir den Eltern gute Voraussetzungen dafür, Familie und Berufstätigkeit besser zu vereinbaren. Die Eltern haben die Möglichkeit, die entlastende Funktion von familienunterstützender Betreuung in Anspruch zu nehmen und dabei ihre Kinder bestmöglich betreut und gefördert zu wissen. Unabhängig davon muss betont werden, dass unser Kinderhaus in erster Linie für die Kinder da ist. Das Wohl der Kinder muss Vorrang haben vor allen anderen Überlegungen.

Unser Kinderhaus ist ein Ort der Betreuung, Bildung und Erziehung für Kinder. Wir pflegen die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern und greifen die Ausfühung aus dem SGB VIII auf, die besagt, dass Kinder in ihrer Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit gefördert werden soll. "Unbetritten also liegt der grundsätzliche Auftrag in der Aufgabe, Kinder dabei zu helfen, ihre persönliche Identität auf- und auszubauen, ihr Selbstwertgefühl zu erweitern, eigene sowie fremde Bedürfnisse miteinander abzuwägen und sich auf eine soziale Gemeinschaft einzulassen".
- Armin Krenz, Konzeptionsentwicklung in Kindertragesstätten, Bildungsverlag EINS 2008 -

Unser Kinderhaus-Flyer

Unsere Konzeption

- Copyright © 2018 I Stand 2020 -

Unser Bild vom Kind

Wir sehen das Kind als gleichwertiges Individuum, das mit seiner individuellen Lebensgeschichte und unterschiedlichsten Vorerfahrungen zu uns in die Einrichtung kommt. Wir warten und beobachten in respektvoller Distanz. Dabei lernen wir den kindlichen Kontext kennen und wollen fähig sein, die frühen Erlebnisse in die Lernprozesse des Kindes einzubeziehen.

Wohlfühlen, Engagement und Bildung
Vorrangiges Ziel unserer Arbeit ist, dass sich das Kind in unserer Einrichtung wohl und sicher fühlt. Dies gilt als wichtige Voraussetzung dafür, dass es sich für Angebote in der Einrichtung interessiert, experimentiert, lernt und sich dadurch bildet.

Unsere Gruppen

Gruppenstärke und Alter der Kinder
* Wind-Gruppe: max. 25 Kinder im Alter von 3 bis zum Schuleintritt.
* Sonnen-Gruppe: max. 22 Kinder im Alter von 2 bis zum Schuleintritt, davon max. 7 Kinder unter 3 Jahren.
* Regentropfen-Gruppe: max. 10 Kinder im Alter von  1 - 3 Jahren.
*Mond-Gruppe: 22 Kinder im Alter von 2 bis zum Schuleintritt, davon maximal 7 Kinder unter 3 Jahren.

Unsere Schwerpunkte

Der Schwerpunkt in der Kindergartenarbeit ist die sprachliche und emotionale Förderung der Kinder.
Der Schwerpunkt im Krippenbereich ist die musikalische / rhythmische Ausrichtung.  

Unsere Teamarbeit

Teambesprechungen
Eine an den Bedürfnissen und dem Entwicklungsstand der Kinder orientierte Pädagogik erfordert intensive Planung und bewusste, oft auch kritische Auseinandersetzung mit wichtigen pädagogischen Fragen und neueren Forschungsergebnissen der Entwicklungspsychologie. In unserer Einrichtung finden regelmäßig Teamsitzungen statt.

Das Team besteht derzeit aus Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen sowie zwei im Freiwilligen Sozialen Jahres befindliche Praktikantinnen. Außerdem unterstützen wir Erzieher-Anwärterinnen der umliegenden pädagogischen Fachschulen in ihrer Ausbildung.
Alle im Kinderhaus tätigen Personen sind mit allen Aufgaben vertraut, sodass auch im Falle eines personellen Ausfalles ein möglichst reibungsloser Ablauf des Betriebes gewährleistet werden kann. 

Unsere Elternarbeit

Wir erläutern Eltern mündlich und in schriftlicher Form die pädagogischen Grundsätze unserer Arbeit.
Wir zeichnen unsere Beobachtungen auf und informieren Eltern nach bestem Wissen und Gewissen.

Im Kinderhaus befindet sich eine Elternecke mit einer Elternbibliothek.

Kooperation mit den Eltern
Wir arbeiten auf vielen Begegnungsebenen mit den Eltern zusammen. Dabei sehen wir die Eltern als Partner und Partnerinnen auf dem gemeinsamen Weg der Erziehungsarbeit.
Wir begegnen ihnen respektvoll und auf Augenhöhe.

Die Rolle der pädagogischen Fachkraft

"Das pädagogische Handeln der Erzieher/Innen geschieht im Spannungsverhältnis vielfältiger, oft widersprüchlicher Erwartungen, die von Kindern, Eltern, Trägern und der Allgemeinheit an die Erzieher/Innen herangetragen werden. Die Erzieher/Innen verstehen sich in erster Linie als Partner/Innen der Kinder (…) und Anwälte/Anwältinnen ihrer Interessen. " - aus: Armin Krenz, Konzeptionsentwicklung in Kindertagesstätten, Bildungsverlang EINS 2008 -

Wir sind uns darüber bewusst, dass die Haltung und Einstellung des Erwachsenen das Kind beeinflussen kann.
Die Kinder sollen Sicherheit und Verlässlichkeit erleben um den vielfältigen und Irritationen heutiger Kindheiten entgegen zu wirken.  Verlässlichkeit und strukturelle Vorgaben sind nicht personenabhängig sondern gelten als Orientierungshilfe für die Kinder im Lebensumfeld Kinderhaus. Sie sind von daher für alle Mitarbeitenden als verbindlich anzusehen.

Unsere Arbeitsformen

Eingewöhnung
Eine gelingende und manchmal vielleicht auch etwas längere Eingewöhnungszeit kann den Start des Kindes im Kinderhaus nachhaltig begünstigen. Das Kind findet gestärkt seinen Platz in der Gruppe und kann sich den Herausforderungen des KiTa-Alltags stellen.
Die Grundlage  für erfolgreiche Bildungsprozesse ist eine vertrauensvolle Beziehung zu den in der Einrichtung tätigen Fachkräften und ein Ort, an dem sich das Kind angenommen und wohl fühlt. Emotionale Sicherheit und Zuwendung bietet die Basis für kindliche Lernprozesse und den Aufbau eines positiven Selbstbildes.
Wir arbeiten nach dem Münchner Eingewöhnungsmodell, das besagt, dass alle in der Gruppe befindlichen Personen bei der Eingewöhnung mit einbezogen sind. Damit sind auch die Kinder gemeint, die an diesem Prozess aktiv mitwirken. Der Familie und dem Kind wird eine Mitarbeiterin aus dem Team als Bezugsperson zur Verfügung gestellt, die zwar verantwortlich - aber nicht alleinig - die Eingewöhnung des neuen Kindes übernimmt.

Bildungs- und Entwicklungsfelder 

Grundlagen und Ziele



Körper
Wir erweitern die grobmotorischen Fähigkeiten und schaffen Bewegungsanreize in dem auch als Bewegungsraum nutzbaren Differenzierungsraum, durch Fahrzeuge und durch zur Bewegung anregende Materialien und Spielgeräte wie z. B. Tücher und Musikinstrumente. Auch angeleitete Situationen, Naturtage, Spaziergänge und Bewegungsimpulse durch z. B. Bewegungsspiele draußen oder drinnen dienen als Wege zur Bewegung. Wir erweitern die feinmotorischen Fähigkeiten und bieten deshalb viele Materialien und Utensilien zur freien Verfügung im Freispiel z. B. Perlen und Scheren. Die Kinder verfügen über Grundkenntnisse bezüglich Gesunderhaltung ihres Körpers durch regelmäßige Gespräche über Nahrungsmittel und einem sinnvollen Umgang damit.
Der Körper wird von den Kindern als Darstellungs- und Ausdrucksmittel eingesetzt. Dafür stellen wir dauerhaft Materialien für Rollenspiele bereit. Auch bei Kreisspielen, Konfliktbesprechungen, Tänzen oder im Theaterspiel kann der Körper als solches Ausdrucksmittel wahrgenommen werden.

Unser Raumkonzept

Wir legen Wert auf Räume, die einerseits die nötige Sicherheit für die nötige Sicherheit für die Kinder bieten, anderseits anregend und gefühlsmäßig ansprechend sind.
Unsere Räume und deren Gestaltung sind überschaubar und bieten den Kindern dadurch Klarheit und Orientierung. Raumproportionen und Einrichtungsgegenstände stehen im Verhältnis zum Kind. Die Räume und deren Ausstattung lassen sich unter Beteiligung der Kinder immer wieder umgestalten und neu arrangieren. Die Spielmaterialien im Gruppenraum sind auf ein pädagogisch sinnvolles Maß beschränkt.

Unsere Kooperationen

Neben der Elternzusammenarbeit gibt es Kooperationen mit anderen Institutionen.

Kooperationen mit Institutionen
Das Personal ist auch Anlaufstelle für aktuelle Fragen, Probleme und Krisen der Familien. Gegebenenfalls unterstützten wir Eltern in belastenden Situationen durch die Weiterleitung an Drittinstitutionen, wenn es um Sorgen oder Handlungsbedarf bei der Entwicklung des Kindes geht oder auch Familiär Hilfe (z. B. Familienhilfe) erforderlich ist.